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Auf ein Wort

Immer wieder geht die Sonne auf

Die Weltgesundheitsorganisa­tion hat den internationalen Ge­sund­heitsnotstand ausgerufen. Die Briten sind kein Teil der Europäi­schen Union mehr. Und wie sich das Wetter entwickeln wird… Die Nach­richten der ersten Wochen des Jahres 2020 stimmen mich nicht gerade zuversichtlich.

„Und immer, immer wieder geht die Sonne auf – und Dunkelheit für immer gibt es nicht.“ So singt es Udo Jürgens. Ein Satz, der Mut machen soll in schweren Zeiten? Nun. Erst einmal ist er wohl eine Fest­stellung. Ob sie hilft oder nicht - sie stimmt. Die Sonne geht immer wieder auf. Auch noch zu Zeiten des Klimawandels. Darauf können wir uns verlassen. Sogar dann, wenn wir sie manchmal nicht sehen. Alle Zeiten gehen vorbei. Auch die dunklen.

Auch, wenn die Sonne in diesen Frühlingstagen sogar immer eher Licht bringt – dunkle Zeiten stehen in dieser Zeit des Kirchenjahres auf dem Programm. Mit dem Ascher­mitt­woch beginnt die Passionszeit. Der Leidensweg Jesu Christi. Alle Jahre wieder gehen wir ihn mit. Wir denken nach. Darüber, was da passiert ist. Darüber, wie grausam Menschen zueinander sein können. Darüber, wie Jesus gestorben ist und begraben wurde. Darüber, dass Gott das zugelassen hat. Darüber, dass das für uns passiert ist. Und unseretwegen.

Aber die Grausamkeit, die Schuld und der Tod sind nicht die Pointe der Geschichte. Die Passions­zeit führt uns auf einem dunklen Weg. Doch sie zeigt auch: die Dunkelheit ist nicht für immer. Als die Sonne am dritten Tag aufgeht – da liegt Jesus nicht mehr im Grab. Er ist auferstanden. Denn selbst der Tod kann Gott nicht aufhalten. Wenn das kein Grund ist, zuversichtlich durch das Leben zu gehen!

„Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus.“ – dazu ruft die Fastenaktion der Evangelischen Kirche in diesem Jahr auf.

Kein Verzicht auf Süßigkeiten oder Alkohol – sondern Verzicht auf negative Gedanken. Auf zu viele Sorgen. Auf Zukunftsangst. Auf ewiges Misstrauen.

Sollen wir jetzt also einfach heile Welt spielen? So tun, als gäbe es keinen Grund zur Sorge? Nein. Das sicher nicht. Doch Jesus hat uns versprochen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20) Daraus möchte ich Kraft und Mut nehmen, trotz allem weiterzumachen und nie die Hoffnung zu verlieren. Denn: Immer, immer wieder geht die Sonne auf. So war es schon in der Ge­schichte, die wir uns in dieser Zeit erzählen. Und so verspricht es uns Gott: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen.“ (Jesaja 54,10)

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen und Euch

Vikarin Sandra Golenia


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