Verschollen im Bermudadreieck...

...und wer backt eigentlich den leckeren Kuchen

Wie der eine oder andere vielleicht schon weiß, gibt es seit Juni das Stadtteilcafé „Faire Bohne“, welches hauptsächlich von Ehrenamtlichen geführt wird. Einige, die uns schon einmal besuchten und gesehen haben, wie es vor dem Tresen aussieht, bekommen nun einen einzigartigen Einblick in die Welt hinter dem Tresen. Einem geheimnisvollen und rätselhaften Ort, der manchmal dem Bermudadreieck ähnlich ist. Dort scheinen gewisse Dinge einfach so zu verschwinden und erst dann aufzutauchen, wenn man sich bereits blamiert hat.

Ein normaler Tag im Café beginnt mit den Vorbereitungen: Tische decken, Espressomaschine anstellen –schließlich munkelt man nicht umsonst, wir hätten den besten Cappuccino in ganz Ahlem- kurzer Blick aus dem Fenster: „Sollen wir die Tische draußen aufbauen?“,… Immerhin kommen gerne Eltern mit Kindern und genießen dort draußen ihren Latte Macchiato und die tollen Spielmöglichkeiten ihrer Kinder.

Dann geht es schon los, die ersten Stammgäste kommen angetrudelt und bestaunen auch heute das köstliche Ensemble aus Kuchen und Torten und fragen sich immer wieder verblüfft, wer zu solch kleinen Kunstwerken fähig ist. Die Antwort gibt es später!
Noch läuft alles nach Plan, dann ein Gang in die Küche, um nach dem Filterkaffee zu schauen- und dann der Schock: das Kaffeepulver ist alle! Skandal! Sofort bricht das Chaos aus, das Cafépersonal kann sich gerade so vor fliegenden Stühlen schützen und – nein, das ist natürlich Quatsch. Der ein oder andere böse Blick wird mit einem Cappuccino mit perfektem Milchhäubchen besänftigt, die Erdbeertorte schmeckt auch zu einem Milchkaffee gut und schließlich sind und bleiben wir Normalsterbliche, denen auch ein Fehler unterlaufen kann. So bleibt es auch nicht aus, dass mal ein Kuchen verschwindet und erst am nächsten Tag auftaucht und zwar genau dort, wo man ihn zuvor gesucht hat.

Und das, wo doch der Kuchen das ist, was die meisten Besucher erst anlockt, und nun kommt auch die Auflösung der anfangs gestellten Frage, wer diese kleinen Wundertorten eigentlich herstellt. Antwort: Alle, die Lust haben, für uns zu backen! Unsere Torten kommen nicht von hochtrabenden Konditoreien oder Bäckern, sondern sind hausgemacht und daher mit besonders viel Liebe und Mühe bereitet.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an alle Helfer hinter dem Tresen und an alle „unsichtbaren“ Helfer, die durch ihre fantastischen Kuchen repräsentiert werden und natürlich der Aufruf an alle, die durch diese Lobeshymnen angestachelt wurden, auch mal einen schönen Kuchen für unser Café zu backen. Spenden sind also äußerst willkommen und über ein paar nette Worte freuen wir uns sowieso wie die Schneekönige.

Franzi Klostermeier