18.-22.06.2012 - Seniorenreise nach Regensburg

Als wir jüngst in Regensburg waren...

sind wir über den Strudel gefahren.... Dieses bekannte Lied wurde schon auf der Hinfahrt unserer regionalen Seniorenfahrt im Bus gesungen. Um es vorweg zu nehmen: Die Fahrt über den Strudel, die man in Regensburg machen kann, war nicht der Höhepunkt der Reise. Den ersten Höhepunkt gab es schon bei der Rast in Fulda, wo wir den Dom besichtigen konnten. Bei schönstem Sommerwetter erreichten wir am Abend Regensburg. Wir waren mitten in der Altstadt untergebracht, was viele Vorteile hatte. Nach dem Abendessen machten sich noch einige auf den kurzen Weg zur Donau und zur „Steinernen Brücke“, die eine Wahrzeichen der Stadt ist, um die Atmosphäre dieser lauen Sommernacht zu genießen.

Bei der Stadtführung am Dienstag erfuhren wir dann viel über die Geschichte der Stadt und über das Verhältnis der Religionen zueinander. Auch die Juden spielten in Regensburg eine große Rolle.

Am Mittwoch stand ein Ausflug zum Kloster Weltenburg auf dem Programm. Der Bus brachte uns nach Kelheim, wo wir ein Schiff bestiegen, das uns in 40 Minuten zum Donaudurchbruch brachte, an dem das Kloster liegt. Hier hatten wir Gelegenheit an einer Hora (Stundengebet der Mönche) teilzunehmen. Nachdem wir das Klosterbier gekostet hatten, machte sich eine 8-köpfige Wandergruppe auf den Rückweg über die sogenannte „Hohe Wand“ und dann direkt an der Donau entlang zurück nach Kelheim.

Der Donnerstag stand ganz zur freien Verfügung. Es fanden sich kleine Gruppen, die z.B. das Schloss oder die Schottenkirche besichtigen oder die Strudelfahrt machen wollten. Am Nachmittag wurde eine Führung durch Ausgrabungen unter dem Neupfarrplatz angeboten, den viele als absoluten Höhepunkt empfanden. Auf diesem Platz stand ehemals die Synagoge, auf deren Mauern die Kirche steht, in der wir unsere abendlichen Andachten hielten. Da das Wetter durchweg sommerlich war (geregnet hat es nur nachts) konnten wir die lauen Abende im Biergarten ausklingen lassen.

Regensburg hat uns durch seine Vielfalt an Kunst und Kultur überrascht. Allein die Kirchen aus verschieden Epochen haben uns begeistert. Da war der gotische Dom, die barocken Kirchen St. Emeram und die Klosterkirche in Weltenburg – gestaltet von den Brüdern Asam – sowie die romanische Schottenkirche. Aber auch das Flair der Stadt hat uns in seinen Bann gezogen.

Günther Weise