17.07.2013 - Tagesausflug Frauenkreis

"Ihre Ohren werden Augen machen"

Vom diesjährigen Tagesausflug des Frauenkreises der Martin-Luther-Kirche soll hier berichtet werden:

Für die Tagesfahrt am 17. Juli hatten sich 12 Damen des Frauenkreises einer Tagestour der AWO angeschlossen und bestiegen um 10 Uhr früh den (bereits gut besetzten) Reisebus. Nach munteren Begrüßungsworten hieß es: "Abfahrt, Richtung Elm (Königslutter)!"

Bei bestem Reisewetter erreichten wir gegen 11:30 Uhr das erste Tagesziel, den Nudel-Kreativ-Hof in Boimstorf. Staunend erfuhren wir hier, wie und seit wann diese bewundernswerte Bäuerin (Bianca Krauskopf) mit der Herstellung verschiedenster Nudelsorten, der Bio-Haltung einer Mutterkuh-Herde von Limousin-Rindern und einem reich bestückten Hofladen eine Marktlücke für sich entdeckt hat.

Die umgebaute Scheune, die auch für Feiern aller Art angemietet werden kann und bis zu 50 Sitzplätze bietet, war bereits verlockend eingedeckt und 4 verschiedene Sorten Nudeln plus ebensoviele Soßenvarianten warteten - in Riesentöpfen dampfend - darauf verkostet zu werden. "Nudeln satt" sozusagen; denn alle Teilnehmer konnten zulangen, so oft sie wollten (oder konnten!). Im Anschluss ans üppige Mahl konnte bei der Nudelproduktion zugeschaut, der gesamte Hof besichtigt oder im Hofladen eingekauft werden.

"Hut ab" vor so viel unerschrockenem Unternehmergeist und kreativster Problembewältigung!

Das nächste Ziel war nach dem Aufbruch in Boimstorf schon nach kurzer Zeit erreicht: In Königslutter, Domplatz 3-5, wurden wir im Museum Mechanischer Musikinstrumente bereits zu einer mehr als einstündigen Führung erwartet. Diese einzigartige Sammlung umfasst 242 Objekte und informiert über ca 250 Jahre Baukunst mechanischer, Musik reproduzierender "Maschinen". Unter dem Motto "Ihre Ohren werden Augen machen" erfuhren wir Wissenswertes von der kleinsten Spieluhr (1,5 mal 1,5 cm) bis zur Karusselorgel (3 mal 4 Meter!). Ob Leierkästen, Drehorgeln, mech. Klaviere, riesige Orchestrien oder einem zweiwalzigen, orgelähnlichen "Begleitinstrument zur Untermalung von Stummfilmen" bis hin zu den allerersten "Plattenspielern" - welch ein Erlebnis!

Nach einem kurzen (herrlich kühlenden) Besichtigungsbesuch im Dom bestiegen wir gegen 15:30 Uhr erneut den Bus. Quer durch den einfach wunderschönen Elm ging es zum TETZELSTEIN, zu dem Ort also, an dem der Sage nach um 1518 der Ablasshändler Tetzel beraubt und ermordet worden sein soll. An diesem weithin bekannten Ausflugsziel konnten wir uns sogleich an die eingedeckten Tische setzen und alles bisher Erlebte bei Kaffee & Kuchen Revue passieren lassen. Auch für einen kleinen Spazier- und Fotografiergang vor der Heimfahrt war noch genügend Zeit.

Ein ganz wunderschöner Ausflugstag lag hinter uns, als wir kurz vor 19 Uhr, zurück in Ahlem, den Bus verließen - natürlich nicht ohne uns beim Busfahrer und der Reisebegleitung herzlichst bedankt zu haben!

Gudrun Pohlmeyer